Broadcom hat VMware-Lizenzen um Faktor 3 bis 10 verteuert. Proxmox VE ist die ausgereifteste Alternative für den Mittelstand. Migration läuft in 7 Schritten. Dauer pro Cluster: 4 bis 8 Wochen. Ersparnis bei 50 VMs: 60 bis 80 Prozent ab Jahr eins.
Einzel-Lizenzen für VMware gibt es nicht mehr. Broadcom bündelt zu VMware Cloud Foundation oder vSphere Foundation.
Mindestabnahme: 16 oder 72 Kerne pro Host. Preis pro Kern: oft Faktor 3 bis 5 (Broadcom-Ankündigung).
Wer 2020 vSphere Standard gekauft hat, bekommt seit 2024 keine Updates mehr.
Mittelgroßer Cluster, drei Hosts, 50 VMs: jährliche Mehrkosten im fünfstelligen Bereich. Ohne dass sich technisch etwas geändert hat.
Konzerne haben Verhandlungsmacht. 50 bis 500 Mitarbeitende bedeutet: Broadcom-Preisliste, „nimm oder lass es".Genau dort schlägt Proxmox VE ein: gleicher Funktionsumfang. Kein Abo-Zwang. Hersteller heißt nicht Broadcom.
Offene Virtualisierungs-Plattform aus Wien. KVM, LXC, Ceph und ZFS in einer Web-UI.
Software kostenfrei. Subscriptions gibt es für Stable-Repo und Support.
Proxmox VE 8.3 deckt alles ab, was ein Mittelstands-VMware-Setup nutzt:
Wer mit vSphere Standard oder Essentials Plus unterwegs ist, findet alles wieder.
Proxmox Server Solutions GmbH, gegründet 2005 in Wien. Seit Jahren profitabel. Kein Venture-Kapital. Kein Käufer, der morgen das Preismodell umstellt.
Proxmox schlägt VMware im Mittelstand bei Lizenzkosten, Setup-Tempo und Hersteller-Unabhängigkeit.
VMware ist 2026 noch vorne bei drei Dingen:
| Bereich | VMware vSphere | Proxmox VE 8.3 |
|---|---|---|
| Lizenz | Subscription, ab 72 Cores | frei, Subscription optional |
| Live-Migration | vMotion | Live Migration (qemu) |
| HA | vSphere HA | HA Manager mit Quorum |
| Storage | VSAN, externer Storage | Ceph, ZFS, NAS/SAN |
| Backup | Veeam, externe Tools | PBS, Veeam ab v12.2 |
| SDN | NSX-T, Mikrosegmentierung | SDN-Modul, FRR, weniger tief |
| Management-UI | vCenter | Web-UI in jedem Host |
Setup: 3 Hosts, je 32 Kerne, 50 produktive VMs. Listenpreise vor Rabatt, Stand Q2 2026.
| Posten | VMware vSphere Foundation | Proxmox VE Subscription |
|---|---|---|
| Lizenzumfang | 96 Kerne (3 × 32) | 3 Host-Subscriptions |
| Pro Jahr | ~ 13.500 € | ~ 3.300 € (Standard) |
| Support | inkludiert | inkludiert, Reaktionszeit je Tier |
| Mindestlaufzeit | 1 Jahr, oft 3 | 1 Jahr |
| Ersparnis Jahr 1 | — | ~ 10.200 € (75 %) |
| Ersparnis über 3 Jahre | — | ~ 30.600 € |
Proxmox läuft auch ohne Subscription, mit Community-Repo. Wir empfehlen die Subscription trotzdem: produktive Setups wollen die getestete Stable-Update-Reihe.
Kein Big-Bang. Kontrollierte Schritte mit klaren Maintenance-Windows. Hybrid-Betrieb ist Standard.
Vor der Migration ziehen wir das vollständige Inventar.
Was rein muss:
Bei jedem Kunden kommen 10 bis 20 Prozent „Zombie-VMs" raus. Direkt abschalten.
Ziel-Cluster läuft parallel zum bestehenden VMware-Setup.
Drei Hosts sind das Minimum für Quorum. Fünf für etwas Reserve.
Storage je nach Setup:
Netz: mindestens 10 Gbit/s. Für Ceph eher 25 Gbit/s.
Erste Migration mit einer unkritischen VM. Test-Webserver, internes Wiki, kleines Build-System.
Wir testen den kompletten Workflow: Export, Import, Treiber, Funktionsprüfung. Hakt es, klärt sich das hier, nicht bei der Produktions-Datenbank.
VMware-Tools auf der Quell-VM deinstallieren.
Bei Windows-VMs zusätzlich die VirtIO-Treiber von Red Hat installieren. Sonst Bluescreen nach dem Wechsel von vmxnet3 auf VirtIO-Net.
Bei Linux ist VirtIO meist im Kernel.
VirtIO-Treiber nicht vor der Migration installiert? Dann landet die VM im Recovery-Modus. Fix: Recovery booten, VirtIO-CD einlegen, Treiber per Hand laden. Kostet im Cutover-Fenster gerne eine Stunde Downtime.
Seit Proxmox VE 8.2 gibt es den eingebauten ESXi-Import-Assistenten. ESXi-Host als Storage hinzufügen, Proxmox sieht die VMs, Migration per Klick.
VM bleibt auf VMware live. Cutover ist ein kurzer Shutdown plus Re-Import.
Old-School per CLI:
# Export auf dem ESXi-Host
ovftool vi://root@esxi-host.lan/vmname /backup/vmname.ovf
# Import auf dem Proxmox-Host
qm importovf 200 /backup/vmname.ovf local-zfs --format qcow2
# Disk-Controller und Netz auf VirtIO
qm set 200 --scsi0 local-zfs:vm-200-disk-0
qm set 200 --net0 virtio,bridge=vmbr0
# Start
qm start 200
Bei VMs über 50 GB läuft das parallel im Hintergrund. Cutover-Shutdown: 2 bis 15 Minuten.
VM läuft auf Proxmox? Dann der Check-Lauf:
Die alte VMware-VM bleibt 7 bis 14 Tage als Rollback. Erst dann löschen.
Alle VMs migriert? VMware-Subscription kündigen. vCenter-Konfig archivieren. Alte Hosts vom Strom.
Hardware geht entweder in den Proxmox-Cluster als Erweiterung. Oder raus, mit Secure Erase auf den SSDs.
Wir haben seit der Broadcom-Übernahme zweistellig viele Kunden migriert. Die folgenden Punkte tauchen immer wieder auf. Inzwischen bauen wir sie schon im Plan ein.
zfs_arc_max auf 50 Prozent des Host-RAMs.Migration ist planbar. Typische Zeiträume:
| Setup | VMs | Dauer | Aufwand |
|---|---|---|---|
| klein | 10–25 | 3–4 Wochen | 4–6 PT |
| mittel | 25–80 | 4–8 Wochen | 10–18 PT |
| groß | 80–250 | 8–16 Wochen | 25–50 PT |
Aus deinem Team brauchen wir eine Person, die die VMs kennt und die Maintenance-Windows verantwortet. Meist IT-Leitung oder ein Sysadmin.
Hardware: wenn der bestehende Cluster die Last trägt, nutzen wir die alten Hosts nach Decommissioning weiter. Sonst planen wir Dell PowerEdge direkt über uns als Authorized Dell Partner.
Ja. Live Migration zwischen Cluster-Hosts ist Standard. Cutover dauert Bruchteile einer Sekunde. Voraussetzung: gemeinsamer Storage oder ZFS-Replikation.
Proxmox HA Manager. HA-Gruppen und Restart-Policies pro VM. Fällt ein Host aus, startet die VM automatisch auf einem anderen. Quorum nötig: drei Hosts oder ein Quorum-Device.
Ja, ab Veeam Backup & Replication 12.2. Bei älteren Versionen: agentenbasiertes Backup oder Proxmox Backup Server zusätzlich. Mehr auf unserer Veeam-Seite.
Nein. Hybrid-Betrieb über mehrere Wochen ist Standard. VM für VM. Erst wenn alles drüben ist, schaltest du VMware ab.
Produktiv mindestens Standard pro Host. Zugriff aufs Enterprise-Repo plus klarer Support-Kanal. Premium nur bei sehr großen Setups oder harten SLAs. Test- und Dev-Cluster: Community-Repo reicht.
Nicht mit-migriert. Vor der Migration konsolidieren wir auf die Haupt-Disk. Wer die Historie braucht, behält die VMware-VM für die Rollback-Frist.
VMware-Renewal rückt näher? Letzte Preisanpassung wehgetan?
15 Minuten Erstgespräch. Wir machen den ersten Check: VM-Inventar, Migrations-Aufwand, mögliche Ersparnis.
Kein Sales-Termin. Keine Verpflichtung. Wenn die Antwort „nein" ist, weißt du danach mehr.
Erstgespräch buchen · 15 Minuten
Mehr zu unserem Setup auf der Proxmox-Partner-Seite. Backup parallel? Veeam Cloud Connect. Unterbau insgesamt: IT-Infrastruktur-Übersicht.
Felix Klauke
Gründer & Operations Lead, Klauke Enterprises GmbH & Co. KG
Microsoft Solutions Partner · Veeam Cloud & Service Provider · Proxmox Authorized Reseller