Virtuell dedizierte Root Server demystifiziert

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Felix Klauke

Root Server? Virtueller Server? Dedizierter Server? Wo ist denn nun der Unterschied? Und warum muss ich den wissen?

Die Qual der Wahl

Es liegen Welten zwischen den Worten Root Server, Virtueller Server und Dedizierter Server, auch wenn sie häufig als Synonyme verwendet und verwechselt werden. Wir klären im folgenden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede, damit du dir in Zukunft den richtigen Server für den richtigen Anwendungsfall aussuchen kannst.

 

Root Server

Wird häufig als Synonym zum virtuellen Server benutzt und beschreibt in der Regel einen Server mit Vollvirtualisierung, auf den du vollen Zugang hast. Achte hier genau auf die Beschreibung! Manche Anbieter beschreiben auch ihre dedizierten Server als Root Server. 

 

Virtueller Server

Die virtuellen Server sind genau das, was der Name auch sagt: Eine virtuelle Maschine, die sich den Platz auf einem Hostsystem mit anderen virtuellen Servern teilt. Dadurch können sie sehr preiseffizient arbeiten. Man unterscheidet hier noch zwischen zwei Arten der Virtualisierung: Voll- und Paravirtualisierung. Bei der Vollvirtualisierung hast du einen eigenen Kernel und ein komplett eigenes Betriebssystem. Bei der Paravirtualisierung werden Teile des Betriebssystems des Hostsystems benutzt.

Hinweis: Wir setzen bei unseren Servern ausschließlich auf Vollvirtualisierungen

 

Dedizierter Server

Der dedizierte Server stellt die stärkste Entwicklungsstufe dar. Hier bekommst du eine ganze physische Maschine nur für dich allein. Von der CPU, über den RAM, bis hin zur Netzwerkkarte gehört alles dir und kein anderer Kunde redet bei der Nutzung deiner Systemressourcen mit. Der Einstiegspreis ist hier meistens relativ hoch, weil ihr eure Ressourcen selbst verwalten könnt und Platz und Strom für euch alleine berechnet werden müssen. 

 

Wie identifiziere ich die verschiednen Server?

Wenn du die folgenden Schritte und Merkmale durcharbeitest, solltest du relativ sicher herausfinden können, um welche Art Server es sich handelt:

  1. Wird die CPU als "vCores" beschrieben handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen virtuellen Server oder Root Server
  2. Wird die Anbindung des Servers mit "(Shared)" bezeichnet handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen virtuelle Server oder Root Server
  3. Wird die CPU als Modell beschrieben (z.B. Intel XEON 1270v6) handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen dedizierten Server
  4. Werden Schlüsselwörter wie LXC, KVM, openVZ benutzt handelt es sich mit Sicherheit um einen virtuellen Server oder Root Server
  5. Sind dir deine Ressourcen Exklusiv zugesichert? Dann könnte es sich um einen Root Server oder um einen Dedizierten Server handeln 

Anwendungsfälle

Um das zusammenfassen und einmal aufzubereiten sehen wir uns die verschiedenen Anwendungsfälle an. Denn jeder Server hat eine Daseinsberechtigung und besticht durch seine individuelle Sparte:

  • Dedizierte Server sind für große Workloads und für Projekte mit einem außergewöhnlich hohen Bedarfs an Ressourcen und Stabilität. Ihre Leistung kannst du ohne Bedenken ausreizen, ohne damit andere Kunden zu beeinflussen, oder von ihnen beeinflusst zu werden.
  • Root und vServer sind bestens geeignet für gemischte bis leichte Workloads,  bei denen es auf Preiseffizienz ankommt. Ihre Ressourcen stehen eventuell nicht immer 100% zur Verfügung, aber für mittlere Workloads sollte es immer ausreichen.

Abschließend lässt sich sagen, dass alle Server ihren Zweck haben und man auf den Anwendungsfall achten muss.

 

Ihr seid auf der Suche nach eurem eigenen Server? Vielleicht wirst du ja bei unseren Virtuellen Servern fündig:

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